Donnerstag, 21. Mai 2015

Ab Montag Teil Öffnung der Kita!

Weiter Infos folgen von mir im Abstimmung mit Frau Kellner!

40 Kommentare:

  1. Ist vielleicht der Dienstag gemeint? Montag ist Feiertag.

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  2. Laut Auskunft der Stadt ist unsere Kita ab Dienstag eine Kita mit Notbetreuung und eingeschränkter Kapazität und nicht länger komplett geschlossen. Heißt das, die Kinder werden wieder betreut, wenn man eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung des Arbeitgebers vorlegt?

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  3. Wie kann man seriöse Informationen darüber erhalten, welche Kinder betreut oder nicht betreut werden. Welche Kinder Anspruch haben? Anscheinend gibt es bereits Listen ???

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  4. Anbei die Beschreibung zu NOTBETREUUNG:

    Kita ist Notfall-Einrichtung: Was ist zu beachten?

    Nur die Kinder, deren Eltern einen dringenden Betreuungsbedarf angemeldet und die entsprechenden Nachweise vorgelegt haben, werden an den Streiktagen betreut.

    Alle anderen Eltern können ihr Kind bzw. ihre Kinder für diese Zeit der Notfallbetreuung leider nicht in die Einrichtung bringen.

    Die Mittagsversorgung findet an den Streiktagen nicht statt. Eltern müssen eine Kaltverpflegung für ihre Kinder eigenständig absichern.

    Die besagte Liste scheint wohl von der KITA UND DER Stadt erstellt sein mit eltern die die Bestimmungen erfüllen. Das scheint wohl auch die ANMELDUNG gleichzeitig zu sein. Super für den der drauf steht...

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  5. Hallo in die Runde,

    der Zustand der Teilöffnung wird neue Probleme generieren, da es keine objektiven Kriterien gibt, nach denen eine Rangliste erstellt wird. Die angegebenen Kriterien sind unpräzise und die Entscheidung für die Eltern somit nicht transparent.
    Und eigentlich wollen doch ALLE Eltern endlich wieder eine geregelte Betreuungssituation für ihre Kinder.

    Es ist einfach nur Schade, wie es akuell läuft. Und zwei Dinge stören mich persönlich besonders: Die bisher gute Zusammenarbeit mit den Eltern leidet sehr unter der Situation und die ganz kleinen Kinder in der Krippe werden völlig in ihrer Eingewöhnung zurückgeworfen.

    Um noch einmal zum Thema Notfallbetreuung zurück zu kommen: wer, der berufstätig ist, ist eigentlich NICHT unabkömmlich, wenn es um Zeiträume von Wochen und Monaten geht? Ich kann nur den Kopf schütteln.

    Allen Eltern wünsche ich gutes Organisationstalent und weiterhin gute Nerven.

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  6. Liebe Eltern, die ganze Situation hat langsam einen unzumutbaren Charakter angenommen. Vor allem ist es katastrophal und unhaltbar, wie alle am Streik Beteiligten mit den eigentlichen Leidtragenden spielen, unsere armen Kinder. Die Aussage: "Es geht doch auch um Ihre Kinder" empfinde ich gegenwärtig als bodenlose Frechheit und Unverschämtheit. LIEBE Eltern, ich lasse mich nicht instrumentalisieren. LIEBE streikende Erzieher, kommt bitte zeitnah auf den Boden der Realität zurück und denkt an die Kinder, für die Ihr von Berufswegen VERANTWORTUNG habt. DIESE VERMISSEN DEN ALLTAG IN DER KITA!!! Setzen Sie nicht die sehr gute Beziehung zu den Eltern aufs Spiel, diese hat in den letzten Tagen genug gelitten.

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  7. Hallo an alle,

    gibt es irgendwo eine Liste mit den Voraussetzungen, die Eltern erfüllen müssen, um ab Dienstag die Kinder in unsere Kita abgeben zu können?

    Mich stört bei diesem Streik massiv die fehlende Transparenz und die fehlende Einbindung der Eltern, auch von Seiten unserer Kita-Leitung! Die persönlichen Daten aller Eltern liegt der Kita-Leitung vor! Selbst in der Presse / Funk gilt der Kita-Streik als Randnotiz. Sollte eine Aktion mit ALLEN Eltern geplant sein, ich bin dabei! Können wir irgenwie auf den Arbeitgeber einwirken, dass er zum Wohle der Erzieher und Kinder bzw. schon eher tagt?

    Wir werden als Eltern völlig alleine gelassen. Danke, dass sich die Eltern öfters für die Kita eingesetzt haben und auch von ihrem Einkommen den Weihnachtsbaum organisiert, den Weihnachtskalender gefüllt haben, Feuchttücher / Malsachen und vieles mehr mitgebracht haben. Nicht zu vergessen sind die freiwilligen Helfer beim Arbeitseinsatz, bei diversen Sommer-, Herbstfesten.
    Ich hoffe, dass dieser Streik nicht zu einem Bruch der guten Beziehung zwischen Eltern und Erzieher kommt und die Bereitschaft der Eltern weiterhin im Sinne der Kinder da ist.

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  8. Hallo an alle, den Elternrat und die Kita-Leitung,

    könnte man vielleicht mal ganz eindeutig erfahren, ob es nun Abstimmungen gibt und ob man die Kinder am Dienstag ohne Probleme mit Vorlegen der Unabkömmlichkeitsbescheinigung abgeben kann? Und was soll das mit dieser ominösen Liste???

    Leider erreicht man per Telefon niemanden und als ich heute Nachmittag persönlich in der Kita war (ein Auto einer Mitarbeiterin stand vor der Tür) hat mir leider niemand geöffnet.( Soviel zum Thema Zusammenarbeit und Verlangen von Verständniss)

    Ich finde es echt schade, wie dieser Streik bei allen Beteiligten die ehemals gute Zusammenarbeit belastet. Und das Wichtigste in dieser ganzen Farce sind doch unsere Kinder, die uns fragen, warum ihre Erzieherinnen nicht arbeiten. So langsam fehlen uns die Erklärungen.

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  9. Hallo an alle Eltern und Erzieherinnen,

    vielen Dank für die guten Bemerkungen. Auf Grund der Fragen unserer Kinder frage ich mich, ob unsere Erzieherinnen noch gute Vorbilder für unsere Kinder sind???






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  10. bei facebook wurde heute eine gruppe gegründet "elterprotest zum kita-streik leipzig". diese lädt für nächsten dienstag 15.30-17.00 vor das rathaus ein.
    geplant ist die übergabe eine bilderkette mit selbstgemalten bildern unserer kinder zum thema "was vermisse ich im kindergarten/hort".


    vielleicht können wir so ein zeichen setzen.

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  11. https://www.facebook.com/events/1391368534526842/

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  12. An alle Erzieher(innen) und vor allem die Gewerkschaften, kleiner Tipp am Rande:

    Lesen Sie mal unter Berufenet die Tätigkeit/Aufgabe Ihres Berufsbildes und dann fragen Sie IHR GEWISSEN mal, ob eine Maßnahme wie unbefristete Streiks den Kindern gegenüber zu vertreten ist! Ich appelliere an Ihre Vernunft!

    http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/berufId.do?_pgnt_act=goToAnyPage&_pgnt_pn=0&_pgnt_id=resultShort&status=T01

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  13. Ich habe lange gezögert, mich zu diesem Streik hier zu äußeren. Aber jetzt reicht es langsam. Die Taktik von Verdi und den Erzieherinnen empfinde ich als äußerst perfide. Nach eigener Aussage benutzt Verdi die Eltern, um Druck auszuüben. Das ist kalkulierte Taktik. Ergo sollen wir dafür streiken, dass Verdi eine unverschämte Gehaltsforderung für die Beschäftigten durchsetzen kann, die jetzt da sind. Ein Gehaltsplus von 10 Prozent bedeutet aber de facto, dass die Kommunen auf Jahre keine neuen Erzieher einstellen werden und sich an den Arbeitsbedingungen für die Erzieher und der Situation für unsere Kinder NICHTS ändern wird. Der Betreungsschlüssel, der aktuell von der Landesregierung bereits auf 1:12 (Kiga) und 1:5 (Krippe) gesenkt wurde (so viel zu Verdis Aussage, es täte sich auf Arbeitgeberseite nichts), wird damit nicht verbessert. Außerdem sind die derzeitig bestreikten Kommunen dafür der falsche Adressat. Dies entscheiden nämlich die Länder. Deshalb steht dieser Punkt auch NICHT auf der Forderungsliste von Verdi. Alle Aussagen zum Thema "Es geht um die Qualität und die Kinder" sind Makulatur. Denn in den Kernforderungen von Verdi geht es nur ums Geld! Mag sein, dass unsere Erzieher andere Ziele und Motivationen haben, aber dafür wird nicht gestreikt.
    Zum Thema Aufwertung der sozialen Berufe. Erzieherinnen und Erzieher werden bereits nach einer anderen, besseren Tarifgruppe bezahlt als Berufe mit gleichwertiger Ausbildung. Verdi versucht hier nicht anderes als ein ganzes Tarifsystem ins Wanken zu bringen. Möchte man die Berufe tatsächlich aufwerten, sollte man von unten anfangen und dafür eintreten, dass die Ausbildung der Erzieher reformiert wird, dass sie besser für ihre tatsächlichen Bildungsaufgaben gerüstet sind. Ein höherer Bildungsabschluss rechtfertigt dann auch eine bessere Eingruppierung.
    Zum Thema Vertrauen: meins ist weg. Ich bin seit sehr vielen Jahren in unserer Kita. Und ich muss sagen, die Qualität hat sich sehr, sehr nachteilig entwickelt. Bildungsaufgaben wie Experimente, Ausflüge etc. finden schon lange nicht mehr statt. Durch diesen Streik versäumt meine Tochter außerdem gerade die Vorschule. Und das alles nehmen unsere Erzieherinnen einfach in Kauf! Am Freitag haben wir zwei Erzieherinnen unserer Einrichtung um 11.45 Uhr (!!!) nach Hause radeln sehen (die Wegrichtung war eindeutig). Meine Tochter rief ihnen ein aufgeregtes Hallo entgegen. Sie wurde NICHT zurückgegrüßt. Auch meine Tochter fragt sich nun, warum ihre Erzieherinnen sie nicht mehr wollen. Sie habe doch nichts falsch gemacht.
    Thema fehlende Anerkennung: Messen unsere Erzieherinnen diese wirklich nur am Geld? Ich kenne niemanden in unserer Einrichtung, der nicht schon einmal Hand angelegt hat, Feuchttücher, Zahnpasta, Blumenerde etc. mitgebracht hat und den Erzieherinnen für ihren Job gedankt hat. Auch in die Ausstattung der Einrichtung investieren die Eltern. Ohne maßgebliches Engagement der Eltern gäbe es weder ein Klettergerüst noch frisch gestrichene Räume.
    Thema Streik: Einen Elternstreik fände ich nur sinnvoll, wenn das Ziel ist, die Verhandlungspartner zum Verhandeln aufzufordern! Die Forderungen von Verdi kann ich nicht unterstützen. Und schon gar nicht lasse ich mich erpressen. Denn nichts anderes macht Verdi. Die Kommunen stehen zum einen mit dem Rücken zur Wand. Zum anderen entsteht ihnen tatsächlich gerade kein wirtschaftlicher Schaden. Verdi schadet nur uns Eltern, gefährdet unsere Existenz und nimmt in Kauf, dass unsere Kinder völlig aus ihrem sozialen Gefüge geraten. Ein verantwortungsvoller, verhältnismäßiger Arbeitskampf sieht definitiv anders aus!

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    1. Völlig richtig. Ich stelle fest, dass alle Schreiberlinge im Blog mittlerweile eine eindeutige Meinung vertreten. Da kann man nur hoffen, dass die Erzieher den Blog verfolgen und sich besinnen. Es ist an der Zeit, Vernunft walten zu lassen, sonst steht Ihr liebeb Erzieher bald komplett ohne Elternschaft da. Leider vermag man erst im Nachhinein beurteilen zu können, was man hatte....

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  14. Kommt morgen Dienstag, den 26.5. 15.30u alle zum Rathaus! Und seid viele!!!

    https://www.facebook.com/events/1391368534526842/

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  15. Warum wird diese Aktion nicht auch vor dem Streiklokal von Verdi durchgeführt? Es sind nicht nur die Kommunen, die sich nicht bewegen. Auch Verdi lehnt es ab zu verhandeln, so lange die Maximalforderungen der Gewerkschaft nicht erfüllt werden. Und das ist auch keine Haltung! Bilder der Kinder sollten den streikenden Erzieherinnen gezeigt werden! Denn sie sind es, die unsere Kinder im Stich lassen.

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  16. Gibt es mittlerweile nähere Infos zur "Öffnung" unserer Kita?
    Welche Kinder dürfen wann gebracht werden???

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  17. Es findet eine NOTBETREUUNG statt. Leider habe ich bis heute KEINE INFO von Frau Kellner dazu. Am besten, einfach mal vorbeischauen und nachfragen.

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  18. Hallo,

    hat heute jemand sein Kind in unserer Kita abgegeben? Ging das problemlos bzw. welche Art Nachweis wollten die Erzieher sehen?

    Wir benötigen ab Mitte der Woche auch wieder Kinderbetreuung. Müssen wir vorher zum Arbeitgeber und eine Bescheinigung ausstellen lassen? Gibt es da ein Vordruck / Formular oder geht das auch formfrei?

    Es wäre kein Problem gewesen, wenn die Erzieher der einzelnen Gruppen die Eltern per Mail bzw. telefonisch über die weitere Vorgehensweise und Möglichkeiten der Kinderbetreuung informiert hätten. (Zeit zu telefonieren ist derzeit genug da). Wenn unsere Kinder 38,5 Fieber haben, wissen sie auch, wo unsere Nummer steht.

    Wir waren Sonntag in der Kita. Es hing keine Information an der Tür, dass ab heute Notbetreuung bzw. eingeschränkte Kinderbetreuung in unserer Kita stattfindet.

    Die Erzieher haben vielleicht in zwei, drei Wochen mehr Geld, da Verdi nicht eingelenkt hat. Denkt jemand an die Eltern, die in zwei, drei Wochen keinen Urlaub mehr haben, weniger Geld aufgrund der unbezahlten Freistellung haben und wenn´s ganz dicke kommt, vielleicht der Job auf der Kippe steht?
    Aber Hauptsache die Erzieher haben ein ruhiges und gutes Gewissen dabei!

    Wenn jemand Erfahrung mit der Kinderbetreuung ab heute in unserer Kita gemacht hat, bitte ich um Information.

    Heute nachmittag stehe ich übrigens auch vor´m neue Rathaus!

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  19. Hallo,
    ich habe heute früh unsere Kinder in die KITA gebracht. Frau Schulz war vor Ort. Öffnungzeit wie immer um 6.30 Uhr. Das Abgeben ging problemlos. Da meine Frau und ich Ärzte sind und uns auf die bekannten Bedingungen bezogen haben, wonach medizinisches Personal in Krankenhäusern ein Anrecht auf eine Notbetreuung der Kinder haben, musste ich in keinster Weise diskutieren (ich habe aber letzte Woche in der "Ersatzkita" Eisenbahnstraße angerufen, und bedarf für diese Woche angemeldet). Ich habe vorsorglich auch eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung in freier Form vom Arbeitgeber mit abgegeben (Was und wo arbeitet man? Gibt es Schichtdienst? Kann Urlaub genommen werden? Können Kinder mit zur Arbeit gebracht weren? Wie lange arbeitet man etc. sollte da mit rein).
    Bezüglich der Mittagsversorgung meinte Frau Schulz, dass Frau Kellner wohl bei unserem Caterer für die Kinder Mittag bestellt hätte (die Nudeln mit Tomatensoße, die ich den Kindern mitgegeben habe, werden wir wohl dann heute Abend essen ;)). Ich habe bei Abgabe nur einen kurzen Blick auf eine Liste werfen können, auf der Kinder der Kita standen, die für die Notbetreuung vorgesehen sind. Ich habe sie mir aber nicht genau durchgelesen.
    Fazit: Ich denke, wer die Bedingungen für eine Notbetreuung erfüllt sollte die Kinder auch problemlos abgeben können.

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  20. Cornelia Schulze26. Mai 2015 um 18:39

    Und wer die Bedingungen für die Notbetreuung nicht erfüllt - nach über zwei Wochen des Hin-und-Her-Verteilens der Kinder seinen Job aber trotzdem nicht so erfüllen kann, wie er oder sie es müsste?
    Wie im Beitrag der LVZ zur heutigen Demo vor dem Rathaus auch steht: Alle Eltern sind letztlich inzwischen in Not!

    Hier der link zum Artikel: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Eltern-Demo-vor-Leipziger-Rathaus-Kita-Streik-sofort-stoppen

    Wir müssen immer noch mehr werden, damit Arbeitgeber und Gewerkschaften uns wahrnehmen!

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  21. Heute waren ich und eine anderes Elternpaar aus unserer Kita mit unseren Kindern bei besagter Demo. Es waren schon viele andere Eltern dort – es hätten aber deutlich mehr sein müssen. Aber aus unserer Einrichtung habe ich keinen weiter getroffen, was ich sehr sch...ade finde.
    Ich habe inzwischen als Betroffene(r) kein Verständnis mehr für diesen Streik dieser Wenigen.
    Wollte man den Arbeitgeber unter Druck setzen, müssten ALLE Kitas, Horte und Jugendeinrichtungen schließen. Wo ist die Solidarität?
    Der Stadt ist es doch total schnuppe, wenn gerade einmal sechs oder sieben Kitas komplett dicht machen. Außerdem ist doch die Jahreszeit völlig falsch gewählt. Es entstehen keine zusätzlichen Betriebskosten, keine Heizungsanlage muss am Laufen gehalten werden. Im Gegenteil: es wird sogar gespart, weil kein Heißwasser verbraucht wird und Müll nicht anfällt.
    Aber unsere Erzieherinnen sollen uns bitte nicht erzählen, alle ihrer Kolleginnen stünden hinter diesem Streik. Wenn man sich die Liste der geöffneten Kitas ansieht, scheint der weit größere Teil der Meinung zu sein, dass doch genügend Geld verdient wird.
    Und was mich noch mehr stört ist, dass es nicht um qualitative Forderungen wie die Anhebung des Betreuungsschlüssels oder bessere Bildungsangebote geht.
    Klar wäre doch: Höbe der Arbeitgeber die Gehälter in dem geforderten Maße an, wo bliebe dann der Spielraum, den Betreuungsschlüssel zu verbessern? Mal überlegen: Tja, das fiele dann wohl hinten runter!
    Und im Übrigen: Der Mindestlohn im Bereich Erwachsenenbildung für Sozialpädagogen und Pädagogen beträgt 2.100 € brutto bei 40h/Woche. Mindestlohn heißt hier dann auch: kein Arbeitgeber (gemeinnützige oder private Bildungsträger) zahlt mehr. Und es wird weder zwischen Berufsanfängern und Berufserfahrenen unterschieden. Das entspricht nach Adam Ries 1.575 € brutto bei 30h/Woche. War dies nicht ca. das Gehalt, was gerade als zu wenig diskutiert wird? Nochmal zur Erinnerung, diese Beschäftigten sind ebenfalls im Bildungssektor tätig und sie haben – im Unterschied zu Erzieherinnen – studiert.
    Im Übrigen kann ich mich nur vollinhaltlich der Meinung des / der Kommentators /in vom 25.05.15 anschließen. Dass die Ausbildung der Erzieher reformierungsbedürftig ist und viel zu lange dauert – keine Frage. In anderen Ländern kann man diese Ausbildung nur durch ein Hochschulstudium erwerben, daher auch in Deutschland die i. d. Regel fünfjährige Dauer, da hier seinerzeit befürchtet wurde, es gäbe nicht genügend Kandidaten mit Abitur bzw. Fachhochschulreife. Leider ist dies zu ändern Ländersache - ergo - da passiert nie etwas, da kein Interesse daran besteht.

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  22. Ergänzung zum vorherigen Kommentar: Zum Schluss noch etwas zu unserer Kita: Ich hätte wesentlich mehr Verständnis, wenn unsere Kita ein wirklich gutes Bildungs- und Betreuungsangebot leisten würde. Aber das tut sie eben nicht, es ist allenfalls Mittelmaß. Das Niveau der Pflege der Krippenkinder am Nachmittag war zum Teil bei einigen Erzieherinnen unterirdisch. Sehr oft bekam ich mein Kind mit Windel voll bis zum Stehkragen mit entsprechendem Pavianhintern übergeben. Ich habe mich hier auch sehr aufgeregt – ohne Änderung. Bei einigen Kolleginnen beschlich mich daher die Empfindung, unsere Kinder seien ihnen eine Last.
    Als einziges Bildungssonderangebot für Fünfjährige gibt es die Musikschule - Pech für die Kinder, die nicht musisch interessiert sind. Ich kenne andere Kitas – auch die des öffentlichen Trägers – die hier mehr leisten, hier werden u. a. Schwimmkurse - während der Kinderbetreuungszeit! - organisiert und durchgeführt. Auch vermisse ich generell die Bereitschaft, mit den Kindern Ausflüge zu unternehmen, selbst der Clarapark scheint sehr weit weg zu sein .Warum sind die Kinder eigentlich nicht täglich dort? Es heißt doch „Kinderhaus am Park“! Und unsere Kinder verbringen schließlich einen ganzen Arbeitstag hier –Zeit genug ist doch da! Ich habe auch als Elternteil nie das Gefühl gehabt, dass unsere Kita transparent arbeitet oder gar uns Eltern ernsthaft einbezieht.
    Und daher habe ich – für mittelmäßige Erziehungsleistung – auch nur mittelmäßiges Verständnis für einen Totalstreik, d. h. es hat sich nach mehr als drei Wochen erschöpft. Liebe Erzieherinnen, ihr trefft nicht Euren Arbeitgeber mit Eurem Streik, sondern nur unsere Kinder und uns als Eltern!! Es ist unverschämt, uns abzustrafen und von uns zu verlangen, dass wir unser Einkommen, unsere Freizeit und unseren Urlaub für Eure Forderungen opfern sollen und in Kauf zu nehmen, dass unsere Kinder immer verstörter und unleidlicher werden. Wir haben Euch oft unterstützt, gespendet und mitgearbeitet. Ich sehe aber zukünftig zumindest meine Bereitschaft hierfür schwinden, sollte dieser Streik nicht nach dieser Woche sein Ende finden. Ich wünsche den Erzieherinnen, dass sie nicht über ihre eigene Hybris fallen mögen und fordere die Erzieherinnen und auch die Arbeitgebervertreter auf: Ende des Streiks, macht vernünftige Angebote und verhandelt endlich!

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  23. Hallo,

    wir waren heute vor´m neuen Rathaus und wollten mit vielen betroffenen Eltern ein Zeichen setzen, dass sich in diesem Konflikt etwas bewegen muss.
    Ich war ehrlich gesagt entäuscht, wie wenig Menschen dort waren. Sollen es wirklich nicht mehr sein, die vom Streik betroffen sind?

    Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller hat sich auf das Angebot der Arbeitgeber bezogen, welches eine finanzielle Besserung der einzelnen Berufsgruppen bedeutet hätte.

    http://www.vka.de/media/exe/143/0d69c889bec4fabd7c43f84561f33de3/150421_vka-sue-papier_anlage_1330.pdf

    Außerdem hat er einen Hinweis gegeben, dass wir doch auch mal zu Verdi gehen sollten. Derzeit macht Verdi dicht und hat die Verhandlungen abgebrochen.

    Auf die Frage, wie lange der Streik noch andauern könnte, antwortete er, dass er keine genaue Zeitangabe machen kann. Wenn keine Einigung erzielt wird, könnte tatsächlich kein Ende in Sicht sein.

    Nochmal ein Aufruf an alle Eltern der betroffenen und nicht betroffenen Kita´s sowie der Horte in den Schulen. Wir müssen jetzt zusammen etwas tun und zeigen, dass wir auch noch da sind. Die Arbeitgeber machen Donnerstag ein neues Angebot. Bis dahin ist von Verdi-Seite keine Aktion geplant, oder?
    WARUM?
    Sitzt Verdi die Sache auf dem Rücken der Kinder und Eltern aus? Hofft Verdi, dass die Eltern jetzt aktiv werden und so indirekt für die Gewerkschaft und die Erzieherinnen auf die Straße gehen?! Wo ist Verdi und wo sind die Erzieherinnen?

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  24. Also wenn ich das hier lese, muss ich einfach folgendes loswerden: Wer auf die schlechten Bedingungen in unserer Kita schimpft (zu wenig Ausflüge, Bildung, Windelwechsel), sollte sich doch mal fragen, WARUM das so ist?! Warum haben Erzieher wohl keine Zeit mehr auf die Kinder einzugehen und sich zu kümmern? Weil sie nicht wollen??? Nein! Weil sie nicht können!!!
    Es sind schlicht und einfach viel zu wenige, sprich der Betreuungsschlüssel passt nicht! Es wird eben kein Urlaub, Krankheit, Weiterbildung und sonstiges in den Betreuungsschlüssel mit eingerechnet. Deshalb geht er nie auf.
    Findet ihr nicht, dass dieser Missstand sofort geändert werden muss und dafür auch gekämpft werden muss?! An manchen Tagen hätte die Kita doch eigentlich gar nicht aufmachen dürfen, so wenig Personal war da. Die Erzieher können dann doch nur das Beste aus der Situation machen. Ein Ausflug ist da nicht drin und eine Windel wird auch mal vergessen. (Glaubt mir, das ist mir leider auch schon oft genug passiert, dass ich mein Kind mit einer "eingetrockneten" Windel abgeholt habe. Auch ich finde das blöd.)
    Aber warum werden wohl wochenlang freie Stellen in unserer Kita nicht besetzt? Es gibt zu wenig Leute, die den Job unter diesen Bedingungen machen wollen. Viele gehen dann einfach dorthin, wo es bessere Bezahlung und bessere Bedingungen gibt. (Ist bei den Lehrern ja das gleiche Problem.)

    So, ich bitte deshalb darum, drüber anzudenken:
    1. Möchte man sein Kind einfach "zur Aufbewahrung" abgeben oder doch lieber in liebevoll sich sorgende Hände?
    2. Wie ist der gegenwärtige Zustand?
    3. Möchte man das ändern?
    4. Wenn ja, wie???

    Auch ich bin für eine schnelle Beendigung des Streiks! Auch ich weiß nicht mehr, wie ich mein Kind noch betreuen soll. Aber ich finde es unfair, wenn die Erzieher wie in den obigen Kommentaren als unfähig dargestellt werden.

    PS: Wer Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge (zum Beispiel hinsichtlich Schwimmunterricht, wie oben erwähnt) hat, kann dies auch jederzeit gegenüber dem Elternrat äußern. Per Briefkasten, per Mail, persönlich... Wer Dinge in unserer Kita mit voranbringen will, hat Möglichkeiten dies zu tun. Man muss es eben nur tun. (Und sich nicht einfach nur aufregen.)

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  25. Cornelia Schulze27. Mai 2015 um 08:42

    Heute ab 11h gibt es eine gemeinsame Demo von Ver.di und GEW ab Volkshaus!

    Weitere Infos hier: https://nordsachsen.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++b83a0160-03d0-11e5-aa66-52540059119e

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  26. Ich zitiere mal den Vor-Post:
    "Warum haben Erzieher wohl keine Zeit mehr auf die Kinder einzugehen und sich zu kümmern? Weil sie nicht wollen??? Nein! Weil sie nicht können!!!
    Es sind schlicht und einfach viel zu wenige, sprich der Betreuungsschlüssel passt nicht! Es wird eben kein Urlaub, Krankheit, Weiterbildung und sonstiges in den Betreuungsschlüssel mit eingerechnet. Deshalb geht er nie auf.
    Findet ihr nicht, dass dieser Missstand sofort geändert werden muss und dafür auch gekämpft werden muss?! "
    Ich stimme absolut, dass diese Zustände geändert werden müssen! Dafür gehe ich auch sofort mit auf die Straße. Nur ist das eben NICHT das Ziel von Verdi. Verdi fordert nur mehr Gehalt und eine höhere Eingruppierung. Wohlwissend, dass gerade letztere Forderung utopisch ist, weil sie das komplette Tarisfsystem des öffentlichen Dienstes aushebelt.
    Wenn die Erzieherinnen Ausflüge, Bildungsangebot etc. zeitlich nicht leisten können, wieso streiken sie nicht dafür, dass diese Aufgaben (auch Papierkram wie Lerngeschichten und Berichte) mit einer entsprechenden zeitlichen Bezifferung in die Tätigkeitsbeschreibung der Stellen aufgenommen wird? Werden diese Mißstände von allein besser, wenn man 10% mehr Gehalt hat? Oder lassen sich die Mißstände dann nur besser aushalten?
    Wie gesagt: Streik ist richtig. Aber auch die Ziele müssen die richtigen sein, und zwar für die Gesamtsituation, nicht nur für den Geldbeutel einzelner!

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  27. und die Eingangstür unserer KITA hat es auch schon in den Stern geschafft!
    Wann öffnet diese Tür für alle Kinder?
    Liebe Erzieher, macht auf! und eines ganz im Ernst, das gute Verhältnis Erzieher / Eltern ist mehr als angekratzt! denkt bitte dran, dass Eltern Eure Arbeit nun genau beobachten. Wir sind nicht länger Spielball. Wir alle haben einen Job, welchen wir gut machen müssen! Wenn wir ihn nicht gut machen, müssen wir gehen. Und einige Chefs in der privaten Wirtschaft haben fast kein Auge mehr, welches zugekniffen werden kann. Öffnet die Türen für ALLE Kinder und siebt nicht ungerecht aus! Bei uns ist: Urlaub ist weg, Überstunden sind aufgebraucht, Oma Opa wohnen weit weg, Chef ist böse! Wer zahl meinen Verdienstausfall? Die Erzieher? Bin echt sauer!

    http://www.stern.de/familie/kinder/kita-streik-mein-tag-als-aushilfs-erzieher-2195350.html

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  28. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht, mein Geduldsfaden ist gerissen!
    Wir erleben einen Streik, der in erster Linie auf dem Rücken der Eltern und in zweiter Linie auf dem der Kinder ausgetragen wird. Anderslautende Beteuerungen der Gewerkschaften empfinde ich inzwischen nur noch als Hohn!!
    Die Forderungen nach mehr Gehalt sind dem Grunde nach berechtigt, in der Höhe jedoch maßlos überzogen und durchaus - wie hier schon bereits geschrieben wurde - als Angriff auf das gesamte Tarifsystem im Sozial- und Erziehungsdienst zu verstehen!! Das darf als eine strategische "Meisterleistung" der Arbeitnehmervertreter verstanden werden, denn wie soll man ohne Gesichts- und Machtverlust von dieser Position wieder herunterkommen und endlich, endlich dem Einzug des Realitätsprinzips wieder Raum geben??
    Und mit Verlaub - wie hier auch schon geschrieben: die Erzieherausbildung ist eine Fachschulausbildung und kein Hochschulstudium!! Und vom dauernden "Sich-selbst-die-Schulter-wund-klopfen" wird die Qualität der Betreuung (von Bildung wage ich schon gar nicht mehr zu reden) keinen Deut besser!
    Und der anonymen Vorschreiberin vom 26.5. sei gesagt: Was die "Kita am Park" betrifft, so ist es sehr wohl vorstellbar, hier mehr Aktivitäten zu entfalten - schließlich darf ich von den "Fachkräften" wohl ein wenig Phantasie, Talent und Können erwarten! Leider habe ich in der Vergangenheit in dieser und anderen Einrichtungen eine Mischung von (wenigen) engagierten, einigen "bemühten", etlichen ausgebrannten bzw. resignierten und dann auch bedauerlicherweise einzelnen total unfähigen Erzieherinnen (jede einzelne ist eine zuviel) erlebt!
    Man kann durchaus fragen, warum in anderen Kitas (gleich in welcher Trägerschaft!) ein inhaltlich-methodisch weitaus differenzierteres Angebot vorgehalten und durchgeführt werden kann, denn schließlich arbeiten alle Kindertageseinrichtungen dem Grunde nach unter den gleichen Rahmenbedingungen mit dem gleichen Betreuungsschlüssel und in freier Trägerschaft z. T. für weit weniger Gehalt.
    Der Gerechtigkeit halber: Die kommunalen Arbeitgeber geben ein genauso schlechtes Bild ab, sie setzen offenbar genau auf das, was exemplarisch in diesem Blog gerade passiert: Die Stimmung soll sich gegen die streikenden Erzieherinnen wenden! Polemisch könnte man sagen: die Stadt Leipzig zeigt sich hier als ein Vertragspartner - wir haben einen Betreuungsvertrag mit der Stadt!!! - der wenig geneigt scheint, alles, aber auch wirklich alles für eine einvernehmliche Lösung des Konfliktes einzusetzen. Das fängt an der politischen Spitze dieser Stadt an und setzt sich über den zuständigen Beigeordneten hin zum Leiter des Jugendamtes fort! (Jedenfalls ist das der öffentlich vermittelte Eindruck!)
    Und schließlich komme man nicht mit dem Argument, die Kita-Betreuung sei ein subventioniertes Geschäft und die öffentlichen Kassen seien leer! Die Finanzierung erfolgt in erster Linie aus Kommunal- und Landesmitteln sowie einem Beitrag der Eltern (maximal 23 % der Platzkosten). Doch wer erbringt diese Subventionsleistung am Ende? Richtig: Wir, die Eltern und alle anderen Steuerzahler....

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  29. Armes Deutschland muss man leider immer wieder feststellen...
    Und nun trifft es uns. Was für ein Grundstein für die Zukunft unserer Kinder und leider kann man es sich noch nicht mal aussuchen und muss dankbar sein,dass sein Kind in der Sammelaufbewahrungsstelle einen Platz bekommen hat.
    Leider erlebe ich es oft,dass nicht besonders zimperlich mit den Kindern umgegangen wird,ein liebevolles und herzliches Klima ist leider selten geworden... Auf der Bank zu sitzen,die Kinder auch im Streit sich selber zu überlassen ist einfacher als trösten,erklären,erzählen,singen,basteln oder den Sportraum zu benutzten...Und DAS hat nichts mit Betreuungsschlüssel und Gehältern zu tun..
    Es ist auch sehr bedauerlich und nahezu unzumutbar,dass wir wartenden Eltern keine Informationen von unseren Erziehern erhalten...Zumindest einen Anrufbeantworter hätte eine Ansage über den Fortgang übernehmen können...
    Die Vorbereitung und Durchführung dieses Streiks ist äußerst schwach und untransparent und so frage ich mich ob überhaupt eine ernsthafte Zusammenarbeit mit den Eltern gewünscht ist?!
    Man sollte nicht vergessen , dass es auch immer ein Geben und Nehmen ist...
    Hier wird leider auch das Verhälts und Vertrauen kaputt gemacht, das kann nicht gewollt sein,liebe Frau Kellner?!!!?


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  30. Puuuuuuh - die Diskussion ist ganz schön emotionsgeladen. Verständlicherweise! Leider bringt es herzlich wenig, hier gegen einen imaginären Gegner anzurennen. Ich habe das Gefühl, die Erzieher und die Leiterin unserer KITA sind abgetaucht. Selbst in der KITA gibt es keine aktuellen Infos - keinen Ausblick auf die aktuelle Entwicklung, geschweige denn Hinweise auf ein Ende des Streiks. Es ist bedauerlich und traurig zugleich, dass sich die Erzieher resp. Verdi in eine Sackgassen manövriert haben, aus der es (wie schon geschrieben) unter Gesichtswahrung kaum bis gar keinen Ausweg gibt. Vielleicht erkennen dies auch einige Erzieher und verhalten sich deswegen so still? Unabhängig davon ist doch aber die zentrale Frage (und das müssen sich die Streikenden auch mal fragen), wie wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt werden kann? Wie kann der Druck auf die Verhandlungspartner erhöht werden? Dadurch, dass sich gar keine Partei bewegt habe ich den Eindruck, dass nur die Elternschaft diesen Druck erhöhen kann. Leider sind zu wenige KITAS in Leipzig geschlossen, um den Unmut bei den Eltern derartig zu erhöhen, dass die große Masse endlich auf die Straße geht. Bei sechs geschlossenen KITAS ist das ein Witz!!! Im Prinzip war der gesamte Streik (in Leipzig) bei einem derartig niedrigen Organisationsgrad der Streikenden von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Ich befürchte nur, das hat von den Erziehern noch keiner realisiert.
    Was bleibt uns als Option? Mit den Erziehern brechen? Ich denke nein. Wirklich weiter helfen wird das uns und unseren Kindern nicht.
    Ich denke wir haben nur eine Option: wir müssen uns deutlich besser vernetzen (v.a. auch mit den Eltern der anderen bestreikten Kitas) und den Druck auf die Stadtpolitiker durch weitere Aktionen im Rathaus erhöhen bzw. stetig auf Niveau halten. Ansonsten werden die alle den Streik einfach aussitzen. Irgendwann knicken die Erzieher ein - und dann können wir mal richtig einpacken.
    Ich kann nur hoffen, dass einige von unseren Erziehern dieses alles hier lesen und endlich mit den Eltern zusammen den Schulterschluss suchen. Nur zusammen werden wir das erfolgreich beenden. Aber es muss definitiv mehr von den "Betroffenen", in erster Linie den Erziehern kommen, Und da spreche ich v.a. die KITA-Leitung an. Wenn sie wollen, dass wir den Streik weiterhin unterstützen, dann müssen sie aus der Deckung kommen und sich zeigen und v.a. das Gespräch mit den Eltern suchen und Aufklärungsarbeit leisten!!!

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  31. Eine Vernetzung der Eltern halte ich für absolut wichtig! Wir müssen den Kontakt zu den Erzieherinnen und der Kita-Leiterin suchen (wobei ich bei Frau Kellner wenig Hoffnung habe).
    Wie hier in den Posts vom 27.5. klar wird, gibt es mehr Gesprächsbedarf als nur das Streikthema. Die Qualität der Betreuung, das Engagement des Personals und auch die Bildungsangebote unserer Einrichtung scheinen doch vielen Eltern ungenügend zu sein. Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen, dass viele Eltern ein engagiertes Mitwirken im Elternrat bereits frustriert wieder aufgegeben haben. Denn letztendlich rennt man zu oft gegen unverrückbare Wände.

    Ich schlage außerdem einen Mediationstermin zwischen Eltern und Erzieherinnen vor, wenn der Streik beenddet wird. Die Eltern sind wütend, haben viele Fragen und die Erzieherinnen gehen einfach nur in Deckung. Da staut sich viel Frust an, der im Endeffekt wieder unsere Kinder treffen wird. Sie können die Situation jetzt schon nicht einordnen, wenn ihre Eltern zu Hause aufgebracht sind wegen des Streiks, sie nicht in ihre Kita dürfen, ihre Erzieherinnen sie nicht einmal mehr grüßen, wenn sie sie treffen. Sie werden die angespannte Stimmung merken, wenn die Kita wieder öffnet und Erzieherinnen und Eltern kaum noch miteinander reden, um die Situation nicht eskalieren zu lassen.

    Unserem Elternratsvorsitzenden Bernd Hänsch danke ich für das Engagement und diesen Blog. Möchte ihn gleichzeitig bitten, eine Kopie dieser Diskussion hier an Frau Kellner weiterzuleiten. Bernd, du hast doch Kontakt zu ihr?

    Damit etwas Transparenz in die Diskussion hier kommt und auch, damit ein aktives Vernetzen der Eltern untereinander besser funktioniert, unterschreibe ich jetzt meine Posts.
    (Von mir stammen die Beiträge vom 25. Mai 2015 um 15:37 (der ganz lange ;-), vom 26. Mai 2015 um 08:41, 27. Mai 2015 um 15:35)
    Kathrin Hemmann

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  32. Danke für die vielen Beiträge und die offene Diskussion.
    Letzte Woche Donnerstag hat mich wie bereits berichtet Frau Kellner angerufen, um mir dir Teilöffnung der Kita mitzuteilen. Eigentlich sollte ich noch mehr Informationen am Freitag erhalten, aber diese Information blieb bisher aus. Ebenso dann die Info von mehreren Eltern, dass es eine LISTE gibt, welche Kinder in die KITA kommen, kam nicht an mich heran. Ich bedauere die Kommunikation mit dem Kindergarten sehr, hier hätte ich mehr Einsatzbereitschaft aller Angestellten unserer Kita erwartet, Schade!
    Bleibt zu hoffen, dass heute bei dem "Gipfeltreffen" der Streik beendet wird.
    Frau Kellner kennt den Blog, ich werde natürlich nochmal darauf aufmerksam machen. Liebe Grüße in den Donnerstag!

    Bernd

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  33. Susanne Bertram28. Mai 2015 um 14:03

    Zum Thema Vernetzung und Kontaktsuche hätte ich einen Voschlag: Für den Fall dass der Streik weitergeht und weiterhin eine so unzufriedenstellende Informationspolitik seitens der Kitaleitung und der Erzieherinnen betrieben wird, könnten wir doch Anfang nächster Woche am Nachmittag so 16.00 Uhr eine Eltern-Demo vor der Kita organisieren. Viel ist ja hierfür nicht nötig, nur mit unseren Kindern dabei sein und laute Pfeifen und Tröten mitbringen. Wer will, malt ein Plakat. Zumindest könnten wir so auf unsere Einrichtung versuchen, ein wenig Druck ausüben und vielleicht reden die Erzieherinnen dann mit uns, wenn wir ihnen so sagen, dass es uns ernst ist.

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  34. Hallo in die Runde,

    es gibt Neuigkeiten:
    Frau Kalinke hat mir heute Vormittag zugesichert, dass die Kita in einer "Team-Entscheidung" gerade beschlossen hätte, dass unsere Kita ab Montag wieder uneingeschränkt geöffnet hat.
    DANKE!

    Alles weitere werden wir sehen...
    Ich bin auch unbedingt für den vorgeschlagenen Mediationstermin. Das ist sicher sinnvoller als wenn die Erzieher und Eltern in den nächsten Wochen hundert Einzelgespräche führen müssen...oder eben die Anspannung noch weiter wächst!

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    1. Cornelia Schulze28. Mai 2015 um 16:49

      Das ist für uns sicher die Nachricht, auf die wir alle sehnlichst gewartet haben. Allerdings sollten wir jetzt nicht vergessen, dass es für andere Eltern weitergeht...

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  35. Weitere Neuigkeiten:
    Das Angebot der VKA mit der dringenden Aufforderung an die Gewerkschaften sich an den Verhandlungstisch zu begeben! Sogar mit Datum: nächster Dienstag 2.6.2015.

    http://www.vka.de/site/home/vka/presse/pressemitteilungen__aktuelles/view-details-id-101.htm

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    1. Cornelia Schulze28. Mai 2015 um 16:48

      Ich suche schon den ganzen Tag nach dem Angebot, das heute kommen soll. Es hieß ja immer, wenn verhandelt wird, wird erstmal nicht weiter gestreikt! Aber ich fürchte, dass das Angebot für die Gewerkschaften nicht akzeptabel ist, da immer noch nur einzelne Erzieher anhand ihrer Fachweiterbildung höher eingruppiert werden sollen und die Gewerkschaften eine allgemeine Höhergruppierung für alle fordern...
      Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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    2. Genau, es ist dasselbe Angebot, das die VKA schon einmal vorlegt hat und das von der Gegenseite als inakzeptabel abgelehnt wurde....
      Die Hoffnung schwindet und ich denke auf jeden Fall weiterhin an die anderen Betroffenen und werde mich engagieren!

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  36. Lt. Homepage der Stadt ist unsere Kita ab Montag wieder auf ! Vielen Dank!

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